Für viele sind jedoch die Wegwerfwindeln nicht mehr wegzudenken. Was man trotzdem tun kann, z.B. dafür zu sorgen, dass das Kind nicht ganz so viele Windeln verbraucht? Frühzeitig mit dem Abhalten oder Töpfchentraining anfangen.
Der Gedanke hinterm Abhalten ist der, dass unsere Babys auf die Welt kommen und normalerweise kommunizieren, wenn sie mal müssen. Als geborene Traglinge war es evolutionär nicht von Vorteil den oder die Tragende mit Unrat einzudecken und auch darin zu schlafen hat sich jahrtausendelang nicht richtig angefühlt. Warum können unsere Babys das also nicht mehr? Die Antwort ist: sie können es - wir haben verlernt zuzuhören.
Wir werden kalt ins Eltersein geworfen und dazu gehört für uns automatisch auch eine Windel an den Po des Babys, wie ein Deckel auf den Topf. Tatsächlich erkennen wir einfach die Zeichen unseres Nachwuchses nicht mehr. Irgendwann hören unsere Neuerdlinge auf sich bemerkbar zu machen und das "In-die-Hose-machen" wird zum normalen Alltag. In ein paar Jahren, wenn wir als Eltern dann entscheiden, so weit zu sein, raufen wir uns die Haare bei dem Versuch ihnen diese Fähigkeit wieder beizubringen.
Natürlich ist das Abhaltetraining mit viel Aufwand und vor allem Aufmerksamkeit verbunden. Diese fehlt uns heutzutage jedoch oft. Warum also nicht einen Kompromiss finden.
Szenario 1 - für Hartgesottenere: Wenn man die Zeit und Aufmerksamkeit aufbringt, das Babychen einfach mal über eine kleine Schüssel oder ein kleines Töpfchen halten. Zusätzlich kann das Baby eine Windel tragen, die man nur zum "Machen" abnimmt.
Szenario 2 - das Einsteigermodell: Der wohl leichteste Einstieg, man könnte es auch einen "Neueinstieg" nennen, findet im Babyalter von 4-7 Monaten statt und hängt mit dem Beikoststart zusammen. Der Stuhlgang des Babys verändert sich signifikant und fängt herrlich an zu duften. Also der ideale Zeitpunkt, um zu trainieren, dass das Häufchen auch ins Töpfchen kann. Mal ehrlich, wer würde nicht lieber nur den Popes abwischen, statt die volle Ladung aus allen Ritzen zu wischen?
Also einfach mal drauf achten, denn der Gesichtsausdruck für das große Geschäft nach dem Muttermilchstuhl ist sehr deutlich erkennbar. Dann einfach kurz kommunizieren, dass man jetzt fix aufs Klo geht und das Ganze dann ins Klo plumpst. Bei sehr kleinen Babys, die noch nicht allein sitzen können, einfach zusammen aufs Klo gehen, Babychen zwischen die Beine und los. Im Bestfall natürlich immer mit gutem Beispiel vorangehen, aber das bleibt jedem selbst überlassen.
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